Biografie

1985 wurde Elena Ehret in der Stadt Gasalkent, in Usbekistan gebohren. Nachdem sie mehr als 30 Jahre lang versucht hat einen wichtigen Teil ihres Wesens zu leugnen, begann sie die Maskerade zuerst vor sich selbst und dann vor der Öffentlichkeit allmählich abzulegen.

Mit 18 beendete sie die Realschule in Stuttgart Feuerbach und besuchte hinterher ein zweijähriges Berufskolleg für Technik u. Medien. Sie schloss zwei Ausbildungen ab, eine zur Bildhauerin und eine zur Grafikdesignerin.

2013 zog sie in Stuttgart aus dem Elternhaus aus nach Konstanz um dort zu studieren. Seit 2015 arbeitet sie als Steinmetzin vor allem an den Fassaden der älteren Gemäuer in Konstanz und Umgebung um diese in Schuss zu halten.

Die Kunst war immer etwas das sie nebenher gemacht hat. Im Alltag beschäftigen sie die großen Fragen des Lebens. „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ ist eines der Bücher von denen sie am stärksten beeinflusst wurde. Philosofie, Musik, Filme, Games und der Wandel der Menschheit formen ihre Gedankenwelt und ihre Gedanken formen das was auf den Leinwänden zu sehen ist. Die Strukturen, Farben und Symbole auf ihren Bildern helfen ihr selbst bei der Verarbeitung der Eindrücke die sie von der Welt um sich herum bezieht.

„Vielleicht erkennen andere Menschen etwas von sich und ihrer Weltsicht in meinen Bildern wieder.“

Elenas Gemälde sind ein buntes Gemisch aus Acrylmalereien, Kollagen, Ölgemälden und digitalen Bildern. Träger sind hauptsächlich Leinwäde und Zeichenpapier. Ihre Inspiration nimmt sie sich aus Filmen, Videospielen, Musik, Philosophie und Technik.

Ihr sogenanntes „inneres commingout“ hatte sie schon sehr schnell nachdem sie aus dem Elternhaus ausgezogen war.

„Es brauchte nur etwas Privatsphäre und das Gefühl mich entfalten zu können, ohne, dass ich gleich verurteilt werde und schon konnte ich erkennen was mit mir los war.“

Für das äußere Commingout brauchte sie etwas länger und vor allem mehrere Anläufe. Bis heute fällt es ihr nicht leicht der Öffentlichkeit zu zeigen wer sie wirklich ist. Die Angst davor für verrückt erklärt zu werden und die Fähigkeit über sich selbst bestimmen zu können abgesprochen zu bekommen ist immer noch sehr groß.

Ihre Selbstbestimmung drückt sich auch in ihrem einzigarten Mahlstil aus. Doch steht sie erst am Anfang ihrer künstlerischen und menschlichen Selbstfindung.

„Ich bin erst seit wenigen Monaten wirklich ich selbst und es gibt noch so viel zu entdecken. Was ich bisher an Kunst produziert habe ist erst die Spitze des Eisberges. Gebt mir Farbe, Leinwand, etwas Raum und Zeit und es wird alles möglich.“